Titelverteidigung reloaded

Endlich sind wir da! Nach einer neunstündigen Zugfahrt endlich in Hamburg angekommen. Nun gilt es nur noch, unsere Unterbringung zu finden: die Superbude St. Pauli im Schanzenviertel. Dank unseres guten Orientierungssinns finden wir diese schon nach einer halben Stunde. Wir setzen uns in die Lounge der Superbude, denn wir sind zu früh dran. Die Jungs dürfen nach einer Viertelstunde in ihr Zimmer, die Mädchen müssen noch warten, deren Zimmer ist noch nicht fertig.

Die Zeit drängt, als wir kurz vor der Stadtrundfahrt losmüssen. Das Zimmer von Mona und Elle ist immer noch nicht fertig! Der Bus steht schon da und so treffen die beiden eine Entscheidung: Sie beziehen ein Schließfach – leichter gesagt, als getan: Schwieriger als das schwierigste Level bei Tetris ist diese Stapelaktion. Doch nach gefühlten fünf Minuten sind sie fertig mit Stapeln. Auf, auf zur Stadtrundfahrt! Freundlich begrüßen uns Georg, ein uriger Busfahrer, und unsere Reisebegleitung. Sie wünscht viel Spaß bei der Rundfahrt durch „die schönste Stadt der Welt — Hamburg“. Spaß hatten wir im roten Doppeldeckerbus, sehr viel sogar.

Nach einer Rundfahrt mit viel Input über Kaffee und Tee und Pfeffer und noch mehr Kaffee wird noch schön gegessen und schon ist der erste Programmpunkt abgeschlossen. Danach bestünde die Möglichkeit des Public Viewings, die Chefredaktion trennt sich jedoch von der Gruppe und setzt sich in die U3, eine U-Bahn der anderen Art, denn diese U-Bahn fährt über den Straßen der Großstadt. Zurück im Hotel ist auch endlich das Zimmer der Mädels fertig und so neigt sich der erste Tag dem Ende zu.

Zittern, Anspannung. Wir sitzen in der SPIEGEL-Kantine, bei der Preisverleihung des Schülerzeitungswettbewerbs 2012. Die Preisverleihung beginnt mit der Vergabe des Preises für Heftinhalt, eine der wichtigsten Kategorien. Der dritte sowie der zweite Platz stehen kurz auf, der erste darf auf die Bühne und einen Preis entgegennehmen. „Dritter Platz in der Kategorie Heftinhalt: Der Goaner!“ – Erleichterung, wir sind schon mal nicht dritter. Wir haben immerhin einen Titel zu verteidigen, da reicht eine Drittplatzierung nicht. „Auf dem zweiten Platz befindet sich der Innfloh aus Mühldorf“. Wir stehen auf, lächeln kurz und setzen uns wieder. Den ersten Platz belegt der Spargel. Im Layout dasselbe der Spargel auf dem ersten, wir auf dem zweiten Platz – Wars das? Ist der Gesamtsieg gelaufen? Stürzt der Spargel den Innfloh etwa doch? Etwas abstinent sitzen wir da, als es zur Verkündung des Gesamtsiegers kommt. „Es ist schon offensichtlich, wer dieses Jahr gewonnen hat“ sagt Georg Mascolo, der SPIEGEL-Chefredakteur. „Will jemand schon mal einen Tipp abgeben?“ – Für uns ist die Sache eindeutig: Der Spargel gewinnt. „Gesamtsieger ist der Innfloh aus Mühldorf!“ Unglaublich, wir haben es wieder einmal geschafft! Der Innfloh ist Deutschlands beste Schülerzeitung, zum vierten Mal in Folge.

Nach einer Party in der Bar Rossi und einer weiteren Nacht in der Superbude müssen wir leider schon wieder abreisen und sagen tschüss zu Hamburg und dem SPIEGEL und hallo zum tropischen Landluftklima Mühldorfs.

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